Wäschetrockner

Der Wäschetrockner

Es gibt einige verschiedene Methoden seine Wäsche zu trocknen. Unter den Elektrogeräten haben sich für den Privathaushalt zwei verschiedene Systeme durchgesetzt.

Ein Ablufttrockner gibt die feuchte Luft z.B. über einen Abluftschlauch oder eine fest installierte Leitung ab. Um feuchte Räume zu vermeiden, sollte die Abluft immer ins Freie geführt werden. Neben der Feuchtigkeit werden auch feine Flusen ausgetragen. Damit der Staudruck nicht unnötig erhöht wird, hat die Abluftleitung einen Durchmesser von 10 cm, die Leitungslänge sollte 3 Meter nicht überschreiten. Damit Kondenswasser nicht in der Abluftleitung stehenbleibt, empfiehlt sich ein leichtes Gefälle von etwa 2° zum Austritt hin. Der Schornsteinfeger ist zu Rate zu ziehen, wenn sich im Aufstellungsraum oder in angrenzenden Räumen Feuerstätten (Öfen, Heizkessel, Gasthermen) befinden, da der Unterdruck, den der Wäschetrockner im Raum erzeugt, dazu führen kann, dass die Feuerstätten nicht ziehen, also Vergiftungsgefahr durch Abgase besteht. Es muss dann (z. B. durch ein spaltweit geöffnetes Fenster) sichergestellt sein, dass Zuluft von außen nachströmen kann, so dass im Raum kein Unterdruck entsteht. Auch der Trockner funktioniert dann besser. Aus Kellerräumen kann bei fehlender Zuluft auch Radon aus dem Erdreich angesaugt werden.

Bei Kondensationstrocknern (Kondenstrockner) befindet sich die Luft innerhalb des Trockners in einem weitgehend geschlossenen Kreislauf. Die zunächst kühle Umwälzluft wird erwärmt, wodurch die relative Luftfeuchtigkeit sinkt (warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte). Diese trocken-warme Luft wird durch die in einer Trommel umgewälzte, feuchte Wäsche geleitet und nimmt deren Feuchte durch Verdunstung auf. Im unter der Trommel angeordneten Kondensator (eigentlich: Wärmetauscher) wird die warm-feuchte Luft durch querströmende, kühle Umgebungsluft räumlich getrennt abgekühlt. Damit kondensiert Feuchtigkeit als flüssiges Wasser aus, das sich zunächst in einer nachgeschalteten Wanne sammelt. Die abgekühlte Umwälzluft wird danach wieder angewärmt, der Kreislauf ist geschlossen. Diese "luftgekühlten" Trockner funktionieren umso besser, je kühler der Aufstellungsraum ist.

Das Kondenswasser wird über eine zyklisch arbeitende Pumpe in einem meist neben der Bedientafel angebrachten Behälter gepumpt, der regelmäßig zu entleeren ist. Wahlweise kann ein Kondensationstrockner auch über einen Schlauch mit einem vorhandenen Abwasseranschluss verbunden werden. Dazu ist üblicherweise an der Rückseite des Geräts eine trennbare Schlauchverbindung vorgesehen.

Kondensationstrockner sind wegen des erhöhten Bauteilaufwandes etwas anfälliger, besonders der Kondensator muss wegen Feinflusenablagerungen regelmäßig gereinigt werden. Ferner benötigen solche Geräte etwas mehr Energie als Ablufttrockner (~10%), haben jedoch im Gegensatz zum Ablufttrockner den Vorteil, dass die eingesetzte Energie nicht nach draußen geleitet wird, sondern den Raum heizt. Da sie von einem Ausgang für den Abluftschlauch unabhängig sind, erfreuen sie sich jedoch immer größerer Beliebtheit. Jedoch sind sie wegen des erhöhten Bauteileaufwandes in der Anschaffung teurer.

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